Aktenvernichter-Sicherheitsstufen einfach erklärt
P1, P2, P3, P4, P5, P6 oder P7 – die vielen Sicherheitsstufen bei Aktenvernichtern wirken auf den ersten Blick verwirrend. Dabei steckt ein einfaches Prinzip dahinter: Je höher die Zahl, desto feiner wird das Papier zerkleinert und desto höher ist der Schutz. Hier erfährst du verständlich, was die Stufen bedeuten und welche für private Dokumente, Homeoffice und kleine Büros sinnvoll ist.
Die DIN 66399 kurz erklärt
Die Sicherheitsstufen für Aktenvernichter sind in der Norm DIN 66399 festgelegt. Diese Norm beschreibt, wie Datenträger sicher vernichtet werden. Für Papier in Originalgröße steht der Buchstabe „P“, gefolgt von einer Zahl von 1 bis 7. Die Zahl gibt an, wie fein das Material zerkleinert wird: P1 ist die gröbste, P7 die feinste Stufe. Je feiner die Partikel, desto schwerer lassen sich die Dokumente rekonstruieren.
Grobe Streifen
Einfache interne Unterlagen ohne besonderen Schutzbedarf, etwa allgemeine Notizen. Die Zerkleinerung ist grob.
Streifen
Weiterhin einfache interne Unterlagen. Etwas feiner als P1, aber für vertrauliche Dokumente nicht ausreichend.
Partikel, gröber
Für weniger sensible Unterlagen geeignet. Bereits Partikelschnitt, aber gröber als P4.
Partikel, fein
Der gängige Standard für vertrauliche Dokumente, Homeoffice und Kundendaten. Guter Kompromiss aus Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
Partikel, sehr fein
Für besonders sensible Dokumente. Die Partikel sind kleiner als bei P4, dafür ist die Blattkapazität meist geringer.
Hochsicherheit
Für sehr hohe Sicherheitsanforderungen, etwa bei streng vertraulichen Unterlagen. Für den Homeoffice-Alltag in der Regel überdimensioniert.
Höchste Sicherheit
Höchste Sicherheitsanforderungen, oft im behördlichen oder hochsensiblen Umfeld. Für private Nutzer praktisch nie nötig.
Welche Stufe passt zu welchem Bedarf?
Für interne, unkritische Unterlagen genügen die Stufen P1 und P2. Sobald Dokumente personenbezogene oder vertrauliche Daten enthalten, wird es ernster: P3 deckt weniger sensible Unterlagen ab, während P4 der gängige Standard für vertrauliche Dokumente, Homeoffice und Kundendaten ist. P5 eignet sich für besonders sensible Daten. Die Stufen P6 und P7 sind für sehr hohe bis höchste Sicherheitsanforderungen gedacht und im privaten Umfeld praktisch nie notwendig.
Unsere Empfehlung
Für die meisten Homeoffice-Nutzer ist P4 ein sinnvoller Startpunkt. Die Stufe bietet einen guten Kompromiss aus Sicherheit, Preis und Alltagstauglichkeit. Wer regelmäßig mit besonders heiklen Daten arbeitet, kann zu P5 greifen – sollte dann aber die meist geringere Blattkapazität einkalkulieren.
Du suchst passende P4-Modelle fürs Homeoffice?
In der Aktenvernichter-Übersicht findest du Empfehlungen nach Anwendungsfall und eine Vergleichstabelle.
Zur Kaufberatung im Aktenvernichter-BereichHäufige Fragen
Was regelt die DIN 66399?
Die DIN 66399 ist eine Norm zur Vernichtung von Datenträgern. Sie definiert Schutzklassen und Sicherheitsstufen. Für Papier werden die Stufen mit dem Buchstaben P und einer Zahl von 1 bis 7 angegeben – je höher die Zahl, desto feiner die Zerkleinerung.
Welche Sicherheitsstufe brauche ich im Homeoffice?
Für die meisten Homeoffice-Nutzer ist P4 ein sinnvoller Startpunkt. Diese Stufe deckt vertrauliche Dokumente wie Rechnungen, Verträge und Kundendaten gut ab. Für besonders sensible Unterlagen kann P5 sinnvoll sein.
Ist eine höhere Stufe immer besser?
Nicht unbedingt. Höhere Stufen zerkleinern feiner, haben aber oft eine geringere Blattkapazität und sind teurer. Für den privaten und kleingewerblichen Bedarf ist P4 meist die praktischste Wahl.